Hilfe, mein Hund hat Durchfall! Was tun?

Hund hat Durchfall

Dein Hund hat Durchfall? Und du möchtest wissen, wie du den Durchfall deines Hundes stoppen kannst? Was die Ursachen sind, ob dein Hund ernsthaft krank ist und was du tun solltest, erfährst du hier.

Durchfall bei Hunden ist durch einen häufigen, dünnen bis flüssigen Kot gekennzeichnet. Er kann durch eine Veränderung der Ernährung oder einer ernsten Krankheit oder Infektion verursacht werden.

Durchfall tritt meistens akut und plötzlich auf. Meistens hält dieser zwei bis drei Tage an und erledigt sich durch die richtige Pflege von alleine.

Länger anhaltender Durchfall kann jedoch auch für den Hund gefährlich werden, da es zu Dehydration, also zu einer Austrocknung aufgrund von einem Flüssigkeitsmangel kommen kann.

Ursachen für Durchfall bei Hunden

Es gibt sehr viele mögliche Ursachen, die einen Durchfall hervorrufen können und daher wäre dies eine extrem lange Liste, wenn wir uns mit allem beschäftigen würden. Hier ist jedoch eine Liste mit den wichtigsten Ursachen:

1. Ernährung

  • Futterumstellung – eine zu schnelle Umstellung des Futters
  • Unangemessene Lebensmittel wie Milch
  • Chemikalien und Medikamente
  • Mit Bakterien verunreinigtes Futter oder Lebensmittelreste
  • Qualitativ minderwertiges Futter mit zu vielen Kohlehydraten

2. Magen-Darm-Erkrankung

  • Parasiten – Würmer können den Magen-Darm-Trakt deines Hundes reizen und so einen Durchfall verursachen.
  • Bei jungen Welpen tritt häufiger Durchfall aufgrund von Parasiten auf. Infektionen – bakterielle Infektionen können ebenfalls einen Durchfall verursachen und treten auch häufiger bei jungen Hunden auf.
  • Magen-Darm-Entzündung, Stoffwechselerkrankungen sowie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.
  • Darmverschluss – Durchfall kann durch einen Fremdkörper oder auch durch Knochen verursacht werden, welcher den Verdauungstrakt deines Hundes blockiert.

3. Sonstige Ursachen

  • Stress, Angst und Aufregung kann ebenfalls Durchfall bei Hunden verursachen
  • Infektionskrankheiten Unverdauliche Lebensmittel oder Gegenstände
  • Hormonelle Erkrankungen
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Viele dieser Ursachen lassen sich anhand des Hundekotes ablesen. Daher werde ich dir als nächstes wichtige Punkte zusammenfassen.

Was dir der Hundekot über die Gesundheit verrät

Generell ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen, anstatt dein Haustier selbst zu diagnostizieren. Doch ich möchte dir hier kurz einige Dinge über den Hundekot erklären und dir so helfen, etwas über die Symptome zu lernen.

Inhalt im Hundekot

Ja, das ist eklig. Aber wenn du dir den Kot deines Hundes etwas genauer anschaust, dann ist das eine gute Möglichkeit, um zu sehen, wie gesund der Magen-Darm-Trakt funktioniert.

Du solltest darauf achten, dass das Futter gut verdaut ist. Wenn du deinen Hund auch mit gesundem Gemüse fütterst, welches reich an Ballaststoffen ist, dann können kleine Gemüsestücke durchaus vorkommen.

Alles andere, was du vielleicht zu sehen bekommst, gehört da nicht hin. Dünne, weiße Flecken beispielsweise können auf Würmer hindeuten.

Die Farbe

Der Kot deines Hundes sollte immer eine schokoladenbraune Farbe haben. Die Farbe des Kots gibt dir ein Bild davon, was im Verdauungstrakt passiert.

Wenn der Kot schwarz wie Teer ist, dann könnte dies auf ein Magengeschwür hinweisen. Wenn der Stuhl deines Hundes rot ist oder kleine Blutstropfen aufweist, dann könnte dies auf schwerwiegende Probleme hindeuten.

Hier solltest du nicht warten, sondern gleich zum Tierarzt gehen! Grüner Stuhl kann ein Zeichen dafür sein, dass dein Hund viel Gras frisst. Falls dies nicht der Fall ist, dann könnten auch giftige Substanzen eine Ursache sein.

Die Konsistenz

Der Kot deines Hundes sollte immer recht weich, aber fest sein. Sehr harter Kot kann auf Verstopfung hinweisen, während weicher und wässriger auf einen Durchfall und eine Reihe von anderen Problemen hindeutet.

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Oft kann auch die Ernährung die Konsistenz stark beeinflussen. Daher solltest du nach einer Umstellung der Nahrung besonders aufmerksam sein.

Leichten Durchfall behandeln

Wenn dein Hund zu irgendeinem Zeitpunkt Fieber hat, aufgebläht ist oder eine große Menge an Blut im Kot vorhanden ist, dann suche bitte so schnell wie möglich tierärztliche Hilfe auf.

Aber für diejenigen, die es mit einem leichten Durchfall zu tun haben, habe ich hier ein paar Schritte, die helfen können.

Die meisten Tiere setzen sich selbst teils auf Diät, wenn sie an einer Verdauungskrankheit leiden. Daher ist es eine gute Idee, mit dem Füttern deines Hundes aufzuhören, wenn er nicht von alleine aufhört zu fressen.

Die meisten Hunde können ohne große Probleme für 12 bis 48 Stunden fasten, doch nicht länger als zwei Tage. Wenn dein Hund sehr jung oder bereits geschwächt ist, dann solltest du allerdings direkt zum Tierarzt gehen.

Beim Fasten braucht dein Hund immer Zugang zu frischem Wasser! Das ist sehr wichtig, da er viel Flüssigkeit durch den Durchfall verliert.

Nach dem Fasten solltest du deinen Hund noch für ca. drei Tage auf Schonkost setzen. Beginne mit einer kleinen Futtermenge und steigere diese nur langsam, um den Magen-Darm-Trakt nicht zu überfordern.

Am besten teilst du das Futter in kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt auf. Du kannst als Schonkost weißen, weich gekochten Reis und eine kleine Menge an Babynahrung oder einfach etwas Hühnerfleisch für das benötigte Protein verwenden.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Mischung aus weißem Reis, fettarmen Fleisch sowie fettarmen Hüttenkäse.

Wann du einen Tierarzt aufsuchen solltest

Sollte der Durchfall länger als drei Tage andauern, dann ist es an der Zeit mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Warten solltest du nicht, wenn dein Vierbeiner einen blutigen Durchfall hat, häufig erbricht, viel Flüssigkeit verloren hat und Anzeichen einer Austrocknung zeigt oder das Fieber über 40°C steigt.

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Auch bei Welpen sollte man nicht warten und noch am gleichen Tag zum Tierarzt bringen. Wenn du deinen Hund aufgrund eines Durchfalls einem Tierarzt vorstellst, dann ist es sinnvoll, eine möglichst frische Kotprobe mitzunehmen. Diese kann er auf Wurmeier und andere Krankheitserreger in der Praxis untersuchen.